| FILME | DOKUMENTARFILM | «SCHEIDUNGSVÄTER»
Allmacht der Mütter – Ohnmacht der Väter? Während früher bei einer Trennung vor allem die Frauen in grosse soziale und finanzielle Not kamen, scheint sich das Blatt heute gewendet zu haben. Die drei porträtierten Väter erfahren, dass sie am kürzeren Hebel sitzen, wenn es hart auf hart geht.

52 min. | DigiBeta | Produktion: Dok SF | 3 Sat | Redaktion: Otto C. Honegger | Helene Pfister-Stehli


Synopsis | SCHEIDUNGSVÄTER

Per GPS hat Roger B. die neue Adresse seiner beiden Buben gefunden. Nun steht er vor einem mehrstöckigen Wohnhaus und ruft ihre Namen. Doch der Vater weiss, seine Jungs werden nicht auf den Balkon kommen. Zu gross ist ihre Loyalität der Mutter gegenüber. Schon acht Jahre lang dauert Roger B.s Scheidungskampf . Seitdem er seine Familie 1999 verlassen hat, straft ihn seine Noch-Ehefrau mit dem Entzug der gemeinsamen Kinder.

Guido B. schleicht sich in die Nähe seines Einfamilienhauses. Seine Familie ist auf dem Sitzplatz am Essen. Doch er ist ausgeschlossen. Seine Frau wollte nach beinahe zwanzig Ehejahren nichts mehr von ihm wissen. Sie blieb mit den Kindern im Haus, das sein Elternhaus war und das er mit eigenen Händen umgebaut hatte. Er lebt nun alleine in einer einfachen Dreizimmerwohnung und führt genau Buch über jede kleinste Ausgabe.

Paolo S’ Scheidungsurteil ist dick. Bei seiner Scheidung musste vieles geregelt werden. Etwa die Bezahlung des Gärtners oder des Hausmädchens. Von den Massagen bis zu den Schminkpads werden alle Lebenshaltungskosten genau aufgelistet, episch lang. Das Besuchsrecht der Kinder jedoch, wird in knappen zweieinhalb Seiten abgehandelt.

Trennung und Scheidung sind für beide Partner eine harte Prüfung. Die Familie geht in die Brüche, Lebensträume haben ein abruptes Ende, nichts scheint mehr im Lot. Doch während früher bei einer Trennung vor allem die Frauen in grosse soziale und finanzielle Not kamen, scheint sich das Blatt heute gewendet zu haben. Die Rede ist immer mehr von Männern, die sich nach Trennung oder Scheidung ungerecht behandelt fühlen. Der Film begleitet Roger B. auf seinem Weg zur Vormundschaftsbehörde im Tessin. Er hofft, dass endlich etwas geschieht. Dass er endlich zu seinem Recht kommt, seine Kinder zu sehen. Doch am Ende bleibt die bittere Enttäuschung. Wieder wird der Gesundheitszustand der Kinder vorgeschoben. Wieder kann er sie ein Jahr lang nicht sehen. Der Vater ist machtlos. Er kommt einfach nicht an seine Kinder heran. Je weniger er sie sieht, desto mehr sind sie ihm entfremdet. Auch Paolo S. hat Angst, dass ihm seine Kinder immer mehr entgleiten. Die Kinder lieben ihren Vater, doch wird ihr Loyalitätskonflikt so gross, dass sie schlussendlich nicht mehr bei ihm übernachten wollen. Denn in seinem neuen Haus lebt die Frau, die für die Mutter ein rotes Tuch ist. Wegen ihr hat Paolo S. sie verlassen. Da helfen auch die 2 Millionen Abfindung und fünfstellige Unterhaltszahlungen nichts. Der dritte Vater erlebt das, was wohl Abertausende Väter in Scheidung erleben: Ein durchschnittliches Familienbudget lässt eigentlich keine Scheidung zu. Wenn dann noch zusätzlich die Frau den Mann verlässt, ist es für ihn besonders bitter. Er muss die Familie verlassen und trotzdem für ihren Unterhalt sorgen.

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| FILME | DOKUMENTARFILM | «STEPHAN@NADELÖHR.ZÜRICH»
Am Anfang steht ein Mail in der Zeitung, geschrieben von einem aufgebrachten jungen Mann. Ich lese es und schreibe zurück. Er erzählt mir sein Leben: Heroin und Kokain sind besser als der beste Sex, sagt er. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Was mit einem Mailaustausch beginnt, wird zu einem Film über einen Junkie, der zum Treuhänder wird und sich nun fragt, ob das alles war. «Eher springt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass aus dir etwas wird», sagte die Mutter.

«Was bei der Prävention fehlt: Niemand sagt dir, wie toll Heroin ist» (Stephan)

52 Min. | BetaSP | Produktion: Hugofilm/SF/3 Sat | Redaktion: Paul Riniker | Drehbuch/Regie: Gaby Schädler | Kamera: Filip Zumbrunn, Gaby Schädler | Schnitt: Rosa Albrecht | Musik: Roland Widmer | Finanzierung: Bundesamt für Kultur, Teleproduktionsfond, Kanton Thurgau, Volkartstiftung, Katholischer Mediendienst Zürich, Stadt Arbon

zeitungssausschnitt
Synopsis | STEPHAN@NADELÖHR. ZÜRICH

Zürich, anfangs der 1990er Jahre. Die Kameras der Welt richteten sich auf den Schandfleck der sonst so sauberen Schweiz: den „Needle Park“, die offene Drogenszene auf dem Platzspitz. Vor den Augen der Passanten – Touristen, Geschäftsleute, Frauen mit Kindern – hauten sich mehrere hundert, meist junge Menschen, Spritzen in blutverschmierte, vereiterte Venen und dealten in Gegenwart der Polizei.

Stephan war einer von ihnen. Er spritzte alles, was das Zeug hielt. Heroin war für ihn wie eine Mutter, die ihn umarmte und Kokain wie der Vater, der ihm Mut gab. Ein Ersatz für das, was er nie hatte.

10 Jahre später: Ich lerne den 33jährigen Stephan als Treuhänder und aufgestellten, charmanten, verantwortungsvollen Mann kennen. Per Zufall stosse ich in der Folge auf Videomaterial, das Stephan als Junkie in schlimmem Zustand zeigt. Ich beschliesse, seine Geschichte zu erzählen und begleite den Ex-Junkie während eines Jahres mit der Kamera. Stephan spricht über Drogen, Rausch, Entzug, so intelligent und offen, wie wir es noch nie gehört haben. Aber auch über die Schwierigkeiten des Lebens danach, die Angst vor der Normalität. Er findet nach wie vor Drogen etwas vom „Geilsten, das es gibt. Geiler als der beste Sex“. Und – muss es noch prompt einmal wissen: Die Kamera wird Zeugin eines kurzen Rückfalls und der Reue danach.

Zum Glück geschieht dies in Zürich, der Stadt, die gelernt hat, mit ihren Süchtigen umzugehen.

Nicht zuletzt dank Stephans Humor entsteht ein lebendiges und witziges Portät über einen, der es geschafft hat. Ein Film auch zur Prävention, weil er ungeschminkt die ganze Wahrheit erzählt.

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| FILME | KURZ-DOKUMENTARFILM | «NICOLAS SENN»
Die Rundschau von SF begleitet den jungen Hackbrettspieler Nicolas Senn auf seinem Kulturaustausch nach Kenia. Der Gymnasiast im Appenzellerkostüm sorgt bei den Flüchtlingen des Bürgerkriegs. für einige heitere Minuten Doch ganz so einfach ist seine Mission nicht...

12 Min. | HDV | Produktion: Rundschau SF | Redaktion: Tristan Brenn, Urs Schnell | Kamera: Gaby Schädler | Schnitt: Gaby Schädler

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| FILM | «KUNST- UND SPORTSCHULE ZÜRICH»
Alexandra, Tyra, Denis, Nils und Nicola haben vieles gemeinsam: Sie besitzen Talent in einer Sportart oder Kunstform, verbringen beinahe ihre gesamte Freizeit in Trainings- oder Übungsräumen und sie besuchen dieselbe Schule. Eine Schule, die nicht ganz so wie andere tickt.

Die Schüler bestimmen weitgehend selber, wie sie ihren Lehrstoff einteilen und lernen ihn selbständig. Gecoached werden sie von jeweils zwei Lehrern, die ihnen bei Fragen zur Verfügung stehen. In der Schule herrscht eine ungewöhnlich lockere Atmosphäre, die auf gegenseitigen Respekt und Vertrauen baut.

Entstanden ist ein lebendiges Porträt der Schule. Dazu tragen die Interviews mit Schülern und Lehrern bei, die dank ihrer Spontaneität bestechen.

40 Min. | HDV | Kunst- und Sportschule Zürich, Kreisschulpflege Zürichberg | Schulvorsteher Gerold Lauber | Produktion/Drehbuch/Regie/Kamera/Schnitt/Titelanimation: Gaby Schädler | Kommentar: Samuel Streiff


Lange Synopsis | Kunst- und Sportschule Zürich

Die Schule steckt in einer Krise. Mangelnde Disziplin und grosse Gewaltbereitschaft unter den Schülern, Lernprobleme, Zunahme der Zahl von psychologisch betreuten Schülern. Nie war die Frequenz von Schulreformen und neuen Schulversuchen so gross wie heute. Funktionierende Modelle sind rar. Hier soll eine Schule vorgestellt werden, die neue Wege geht. Die Rede ist von der ersten Kunst- und Sportschule in der Deutschschweiz, der Kunst- und Sportschule Neumünster. Sie kann auf über 20 Jahre Erfahrung in individualisiertem Unterricht zurückblicken. Auch wenn die Schule von ihrer Klientel her einzigartig ist, kann man an ihr trotzdem Formen von Unterricht studieren, die auch an normalen Schulen eingesetzt werden könnten.

Eine kleine Sensation: Romy Bühler errang den 2. Platz bei den Schweizer Meisterschaften im Eiskunstlauf, bei denen Sarah Meier verletzungsbedingt ausfiel. Die Schülerin ist erst 14 Jahre alt. Nun startet sie im Februar an der Junioren-WM in Sofia.

Gleichzeitig ist für ihre Klasse ganz normaler Schulunterricht angesagt. Ganz normaler Schulunterricht? Das Klassenzimmer sieht aus wie ein kleines Grossraumbüro: Pulte stehen über den ganzen Raum verteilt einzeln oder in Gruppen, alle individuell gestaltet mit Photos, Nippes und Pflanzen. Eine familiäre Atmosphäre herrscht.

Die Sekundarschüler lernen selbständig. Sie holen Theoriekärtchen, schreiben diese ab und lösen Übungen. Ab und zu wenden sie sich an einen der beiden Lernchoaches. Wenn sie sich gut vorbereitet fühlen, lösen sie eine Lernkontrolle, die dann mit Noten bewertet wird.

Dem Besucher des Schulhauses Neumünster fällt der höfliche und respektvolle Umgang von Lehrpersonen und Schülern auf. Hier lernen 60 Schüler auf drei Klassenzimmer verteilt. Die Türen stehen die meiste Zeit offen, und die Schüler können nach Absprache mit den Coaches frei zirkulieren. Gerne weichen sie z.B. auf die Sofas im Aufenthaltsraum aus um zu zweit Vokabeln in einer Fremdsprache zu üben. Das wöchentliche Pensum handelt jeder Schüler individuell mit den Lehrpersonen aus. Es wird grossen Wert auf Eigenverantwortung gelegt.

Für Romy ist es kein Problem, dass sie zwei Wochen in der Schule fehlen wird. Dank dem individualisierten Programm hat sie teilweise schon einigen Stoff vorgeholt oder lernt alleine in der freien Zeit auf Reisen. Aufsätze schickt sie per Mail an die Lehrpersonen und lässt sie sich korrigieren.

Ihre Schulfreunde sind nicht eifersüchtig, denn auch sie müssen ab und zu Lektionen ausfallen lassen, um an mehrtägigen Wettkämpfen oder Trainingslagern teilnehmen zu können. Die Kunst- und Sportschule ist eine Spezialschule für begabte jugendliche Sportler oder Künstler. Im Schulzimmer der 2. Sek. sind versammelt: 1 Tischtennisspieler, 5 Ballerinas, 1 Leichtathlet, 2 Synchronschwimmerinnen, 1 Geiger, 1 Tänzer, 3 Tennisspielerinnen, 1 Sänger, 2 Eiskunstläuferinnen, 1 Turmspringer etc.

Abgesehen vom sportlichen und künstlerischen Talent sind die Schüler der K&S ganz normale, pubertierende Jugendliche. Auch sie haben oft Flausen im Kopf und keine Lust zum Lernen. Anders ist hier der Umgang mit diesen Schwierigkeiten. Lehrer und Schüler suchen gemeinsam nach Lösungen. So fühlen sich alle als Teil eines Ganzes, an dessen Funktionieren sie beteiligt und interessiert sind.

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| FILME | DOKUMENTARFILM | «A CHACUN SON CAP»
Krebs bei einem Kind. Wenn die Diagnose fällt, steht die Welt für Kind und Eltern still. Das Leben findet nun im Spital statt, hinter dicken Mauern und sterilen Türen, 24 Stunden am Tag. Dr. Rialland vom Universitätsspital Angers kümmert sich sein halbes Leben um krebskranke Kinder. Er versucht, dieser Krankheit einen Sinn zu geben. Die meisten Kinder sind ein Jahr weg von der Schule und dem Leben draussen. Damit sie wieder zu Kräften und Selbstvertrauen kommen, organisiert der Verein „A Chacun Son Cap“ Segeltörns vor der Küste der Bretagne. Der Film begleitet einige Kinder durch die Behandlung im Spital bis zum Segeltörn.

52 Min. | HDV Produktion: Cinergie Productions, France 3 | Drehbuch/Regie: Gaby Schädler | Kamera/Ton: Gaby Schädler | Schnitt: Laurence Miller | Musik: Henri Muller |


Kurze Synopsis | A Chacun Son Cap

Un enfant, une maladie grave et un service d’oncologie pédiatrique. La vie, la mort dans le même bateau, comment faire pour que la vie ne tombe pas à l'eau ? Faire sortir l'hôpital de l'hôpital et montrer un phare, une raison de lutter. Un « contrat » médecin-parents-enfants passé chaque été avec l'association « À chacun son cap », le temps d’une croisière.

Synopsis | A Chacun Son Cap

Le cancer, la leucémie, la maladie grave en général est un spectre dont nous avons tous peur. Mais si elle frappe un enfant ou un adolescent, nous la percevons comme d'autant plus grave et injuste. Parce qu'un bébé, un enfant ou un adolescent est à l'aube de son existence, parce qu'il est censé avoir la vie devant lui. Comment vivre avec cela quand on est patient, parent, frère, sœur ? Comment annoncer un tel coup du destin et comment accompagner quand on est médecin ou infirmier ? D’octobre 2006 à août 2007, nous posons nos caméras par immersions successives dans le service d’oncologie pédiatrique du CHU d’Angers, conduit par le Docteur Xavier Rialland, et dans le service d'onco-hématologie du professeur Lutz, au CHRU de Strasbourg-Hautepierre. Deux unités de taille différente, deux approches différentes de l’oncologie pédiatrique, mais un même engagement au service de la vie. En tout, entre cinq et dix patients (enfants et adolescents) suivis d’un peu plus près que les autres, au long de leur parcours en hospitalisation (parfois en chambre stérile des semaines durant) ou en consultation de jour. La vie, la mort dans le même bateau. Comment faire pour que la vie ne tombe pas à l'eau ? Peut-être montrer un phare, une raison de lutter, de s'accrocher. Ce phare, cette lueur à l'horizon, c’est l'association brestoise « À chacun son cap »* qui, chaque été, fait sortir l'hôpital de l'hôpital en proposant une croisière en mer à une centaine de jeunes patients soignés dans vingt-et-un services d’oncologie pédiatrique comme ceux d’Angers et de Strasbourg et dont notre film documentaire a emprunté le nom, à dessein. Nous embarquerons à bord des bateaux « Strasbourg » et « Angers » pour une échappée d'une semaine tournée vers le grand large, un espace ménagé entre traitement, rémission, rechute ou fin de vie, une virée pour rendre la vie plus légère, et dans le meilleur des cas, redonner confiance en soi et en l'avenir. Avant le départ, côté parents, ce sera l'angoisse de la séparation ou bien le sentiment presque coupable d'espérer cette semaine de coupure pour souffler et se retrouver. Pendant la croisière, ce seront pour les malades les premiers pas hors de l'hôpital, la première prise d'autonomie, l'enthousiasme de vacances presque comme les autres, la joie de vivre en groupe, qui sait la visite de la marraine de l’association, Ellen Mac Arthur. Au retour, ce seront les retrouvailles avec les proches, les projets de rentrée, l'inscription au BAFA (Brevet d'animateur) pour revenir comme accompagnateur l'année prochaine. À moins que ce soit la rechute, le retour à l'hôpital, un nouveau traitement ou bien un adieu…

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| FILME | KURZFILM | «FRITZ & FRANZ»
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| FILME | KURZSPIELFILM | «DER LENZ IST DA»
In der unberührten Landschaft des Bodensees sollen ANTOINES (46) angespannte Nerven zur Ruhe kommen. Doch er hat nicht mit LISA (15), dem überdurchschnittlich intelligenten und gewieften Teenager gerechnet.

13 Min. | HD | Produktion: Rebusfilm | Drehbuch/Regie: Gaby Schädler | Kamera: Beat Roth | Ausstattung: Daniel Nussbaumer | Musik: Ivan Masha-Künzli | Schnitt: Gaby Schädler/Caspar Brog | Finanzierung: Kanton Thurgau/Familien-Vontobel-Stiftung, Online Video | Cast: Gloria Amelia, Ingo Ospelt, Susanne Caflisch, Tiziana Jelmini, Maurce Coens, Eric Rohner

Von der jungen Dame erfährt er, dass vor genau drei Jahren der Mann, Bruder und Sohn ihrer Tante nicht mehr vom Fischen zurückgekehrt sind. Seitdem gelten sie als vermisst. In der Hoffnung auf ihre Rückkehr lässt die Tante die Terrassentür morgens immer weit offen stehen. Als die drei tatsächlich auftauchen, glaubt Antoine, Gespenster zu sehen…
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| FILME | DOKFILM IN ARBEIT | «DAS HAUS UND SEINE ARCHITEKTIN»
Der Palast von Bukarest und seine Architektin

Sie war die Architektin des Diktators, der sein Volk für seinen Größenwahn hungern ließ. Sie war jung, ehrgeizig, respektlos und bekam mit 26 Jahren den Auftrag Ceaucescus Palast des Volkes zu bauen. Das größte Gebäude Europas, das zweitgrösste der Welt hinter dem Pentagon. Ceaucescu wurde vor 20 Jahren hingerichtet. Die Architektin aber kehrte nach Rumänien zurück, um ihr Werk zu vollenden. Anca Petrescu - eine außergewöhnliche Karriere zwischen Diktatur und Demokratie.

«Das Haus und seine Architektin». Dokfilm über die Architektin von Ceaucescu. Die Recherchen sind gedreht und geschnitten; es existiert ein Pilot


Lange Synopsis

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Ceausescus überdimensionalem Palast in Bukarest und seiner Architektin Anca Petrescu.

Als Anca von der Ausschreibung zur Erbauung des Palasts hörte, war sie 26 Jahre alt und gerade mit ihrem Studium fertig. Zwar waren zu dem Wettbewerb nur die 16 besten staatlichen Architektur-Institute geladen, doch Anca und ihr Mann Georg machten sich sofort daran, Pläne anzufertigen. Von ihrem Ergeiz getrieben reisten die beiden zu Ceausescus Feriendomiziel ans Schwarze Meer. Sie hinterlegten ihre Pläne und Modelle bei den Wachen und gingen an den Strand. Kaum eine Stunde später wurden sie geholt und von Ceausescu empfangen. Er war von dem Größenwahn und der Respektlosigkeit der beiden angetan und erteile ihnen den Auftrag zur Erbauung des Palastes.

Der Palast sollte größer werden als alle andere in Europa. Über 300 Architekten wurden eingestellt. Der Quader mit den angedeuteten Ecktürmen umfasst eine Grundfläche von 270 x 245 x 84 Meter. Er hat zehn Stockwerke, drei Kellergeschosse, einen Bunker und einen Platz, auf den 200.000 Menschen passen. Dafür wurde ein ganzes Viertel platt gemacht und 50.000 Menschen umgesiedelt. Alle Ressourcen des Landes flossen in die Baustelle. Sechs Jahre lang malochten 25.000 Arbeiter im Auftrag Ceausescus unter der Leitung von Anca Petrescu.

Anca arbeitete Tag und Nacht, sieben Tage die Woche an dem Projekt. Sie gebar innerhalb der Bauzeit zwei Töchter und war jeweils am Nachmittag nach der Geburt wieder auf der Baustelle. Sie machte immer so weiter, bis 1989, als Ceausescus Diktatur zusammenbrach und der Mann, der sein Volk für seinen Größenwahn bluten ließ, hingerichtet wurde.

Anca floh nach Paris und baute dort für den Club Med. Vor ein paar Jahren, rief sie die neue Rumänische Regierung zurück nach Bukarest. Sie plant jetzt Hotelbauten. Die Hälfte der Zeit jedoch opfert sie der utopischen Fertigstellung ihres Palasts. Ohne Bezahlung, denn Rumänien kann sich das „Ding“, wie der Palast im Volksmund genannt wird, eigentlich nicht leisten.

Heute sind neben den vielen Baustellen, das Parlament, die Oberstaatsanwaltschaft, die Justizverwaltung, die Staatsdruckerei, Ämter und Behörden, Messe- und Kongresszentrum, Konzertsäle Restaurants und Festsäle in dem Palast untergebracht. Das Budget des Gebäudes beträgt jährlich 150 Mio. Euro. Zu viel für ein armes Land wie Rumänien. Wenn alle Lichter im Palast leuchten, verbraucht er in drei Stunden so viel Strom wie ganz Bukarest mit seinen 2 Mio. Einwohnern in 24 Stunden.

Der Prunkbau im Zentrum Bukarests steht im direktem Kontrast zu der Armut in den Straßen der Hauptstadt. Ganz Rumänien hat ein gespaltenes Verhältnis zu dem Palast. Irgendwie ist man stolz auf den „Brocken“, diese gigantische Leistung, die alle Ameisen gemeinsam erbracht haben. Gleichzeitig ist man gedemütigt und gebrochen von diesem Sinnbild der schlechten Zeit.

Im Zentrum des Films stehen als Protagonisten der Palast und seine Architektin. Auf der anderen Seite erzählt uns das Volk und diejenigen, die in direkter Verbindung mit dem Gebäude stehen, was der Palast für sie und ihr Leben bedeutet. Schicksale haben sich rund um die Erbauung abgespielt. Das Land hat für den Größenwahn Ceausescus gehungert, Tausende Menschen mussten dem Palast weichen und wurden umgesiedelt und unzählige Arbeiter starben auf der Baustelle. Die Geschichte des Palasts und seiner Architektin soll dem Zuschauer ein Bild über Rumänien, seine jüngste Geschichte und seine gesellschaftlichen Widersprüche vermitteln.

Petrescu_Titel
Titel aus dem Pilot für den Film

Petrescu-Ceaucescu
Aus dem Pilot für den Film: Gerade fertig mit dem Studium bekam sie als 25jährige den Auftrag ihres Lebens.

Petrescu-Sturz
Aus dem Pilot für den Film: Nach dem Sturz von Ceaucescu flieht sie ins Ausland

Petrescu-zweitgroesste Haus der Welt
Aus dem Pilot für den Film: Sie ist zurückgekommen und hat das zweitgrösste Haus der Welt fertiggebaut.

Die Architektin

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| FILME | DOKFILM | AKTUELLE RECHERCHEN
Dokfilm: Recherchen
  • «Sechs in Sex - Genussvoller Sex ist lernbar» (Arbeitstitel)
  • «Tennis als grosser Traum – die Opfer von Eltern und Kindern» (Arbeitstitel)
  • Empathieforschung und Neurobiologie
  • Das aktuelle Pflegekindwesen in der Schweiz
  • Umgang zwischen Generationen in Europa
  • Menschen, die in die Schweiz einreisen
  • Daniel Model und sein eigener Staat Avalon
  • Wiedereinführung der Bären in der Schweiz (aus der Sicht der Menschen, die damit zu tun haben)


GABY SCHAEDLER | STREULISTRASSE 56 | CH-8032 ZURICH | T. 044 381 67 47 |